Soul Sirkus World Play

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72 Minuten ist sie lang, die Debüt-CD der neuen Supergroup Soul Sirkus und das ist zugleich auch der erste Kritikpunkt der Scheibe. Sie ist schlichtweg zu lang. 50 Minuten und dafür drei oder vier der eher experimentelleren Songs weniger hätten ein wirklich brillantes Erstlingswerk aus „World Play“ gemacht. So ist es aber immer noch ein ziemlich gutes. Herausragend sind dabei Rocker wie „Peeping Hole“ oder „My Santuary“. Eigentliches Highlight der Scheibe ist jedoch das Acapella „My love, my friend“, welches Jeff Scott Soto einmal mehr als eine der herausragenden Rockröhren der letzten 20 Jahre herausstellt. Freunde knackiger Gitarrensoli kommen übrigens mehr als auf ihre Kosten, schließlich hat Neil Schon seinen Eddie Van Halen gut gelernt und klingt in vielen Songs beinahe originaler als der mittlerweile im Alkoholsumpf verschwundene Altmeister selbst. Wäre überflüssiges Material wie „James Brown“ oder „Abailar to Mundo“ auf der Strecke geblieben, gebe es rein gar nix zu meckern. Fazit: Riesenscheibe für Melodic-Rockfans – mit leichten Abzügen in der B-Note.

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