Marty Friedman: Loudspeaker

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Bisweilen kommt es vor, dass die (Gitarren-) Götter vom Olymp steigen und dem schrammelnden Fußvolk unter die Arme greifen. Manchmal hat es monetäre Gründe (Steve Vai bei Whitesnake, Joe Satriani bei Deep Purple?), manchmal ist es schlichtweg ein Paradebeispiel für das Sprichwort „Perlen vor die Säue“ (Marty Friedman bei Megadeth). Der gute Marty hat nun seinen Olymp in Tokyo (dort wohnt der Gitarrist) verlassen, um kurzerhand das aggressivste Album seiner Karriere (Originalton Friedman) aufzunehmen. Mit „Loudspeaker“ (Mascot-Records ) haut der Ibanez-Gitarrist ordentlich auf die „Kacke“. Nicht nur, dass er es nicht verlernt hat hymnenartige Gitarrenlinien in die Welt zu setzen (man erinnere sich nur an sein fabulöses „Scenes“-Album), nein, er hat auch sein kleines schwarzes Adressbuch rausgekramt und andere Götter zum Spielen herausbeordert. So niedeln Steve Vai, John Petrucci und Billy Sheehan auf einigen Stücken mit ihm um die Wette und zumindest für Gitarristen ist das die wahre Freude. Zwar ist „Loudspeaker“ unterm Strich nicht so aggressiv, wie es die Ankündigung vermuten ließ, doch zumindest die ersten drei Songs erfüllen diesen Anspruch. Danach wird es etwas gemäßigter, nicht aber weniger virtuos und abwechsungsreich. Unter Strich ist „Loudspeaker“ für Freunde instrumentaler Gitarrenmusik ein Muss, für alle anderen wahrscheinlich etwas zu abgehoben. Aber, was war auch anderes zu erwarten, wenn einen (Gitarren-) Gott die Muse küsst?

Stil: instrumentaler Gitarrenrock

Fazit: Virtuos und abwechslungsreich!

4von6

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