Crashdiet: Generation Wild

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In Schweden lebt der Sleazerock authentischer als irgendwo anders auf der Welt weiter. Crashdiet sind die Speerspitze der New Wave of Swedish Sleazerock. Das Debüt der Band „Rest in Sleaze“ von 2005 ist eine der besten, wenn nicht sogar die beste Sleaze-Scheibe aller Zeiten – ungeachtet der Bedeutung von Bands wie Skid Row oder Mötley Crüe. Crashdiet klingen so original nach Sunset Strip, dass einem die Sonne aus dem Allerwertesten scheint. Der Himmel schien die Grenze für die junge Band zu sein, dann starb Sänger Dave Lepard. Sein Nachfolger H. Olliver Twisted überzeugte auf dem Zweitlingswerk „The unattractive revolution“ nur auf „In the raw“ so richtig und musste dann auch wieder gehen. Auf der vorligenden dritten Scheibe singt demzufolge bereits der dritte Sänger – und Simon Cruz füllt die Lücke, die Lepard hinterlassen hat, zumindest gesanglich gänzlich. Crashdiet sind mit „Wild Generation“ so stark wie beim Debüt, manchmakl stärker, weil variabler. So findet man zu den bereits bekannten Skid Row, W.A.S.P. oder Mötley Crüe-Sounds auch noch andere Helden der End-Achtziger im Bandsound wieder. White Lion ist so ein Name, den man bei „Down with the dust“ überdeutlich hört. Die ersten fünf Songs der Scheibe sind absolute Volltreffer, der Titeltrack „Generation Wild“ sicher einer der stärksten Songs der Bandgeschichte. Crashdiet gehen derart ambitioniert und gekonnt zu Werke, dass man auch glauben könnte, diese CD sei 1989 erschienen und in Jack Daniels-geschwängerten L.A.-Studios aufgenommen worden. Wenn man partout etwas zu meckern finden möchte, könnte das wenige facettenreiche Gitarrensolospiel von Martin Sweet ein Ansatzpunkt sein. Sweet schüttelt zu oft die gleichen Slash-artigen Licks aus den Ärmeln, doch wir jammern hier auf verdammt hohem Niveau.

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